Bosch

Die Handysparte von Bosch gibt es schon lange nicht mehr. Die Handys sind aber noch immer in Gebrauch und haben ihre Fans.

Bosch muss verkaufen

Die Bosch Handysparte steckte im Jahr 2000 in tiefroten Zahlen. Das 1886, das auf das Gründungsjahr des Unternehmens verwies, sollte das Ruder nochmal herum reissen. Noch auf der CeBit 2000 wurde das Modell präsentiert. Kurz danach jedoch wurde die Sparte im Zusammenhang mit der Veräußerung de Bereichs “Private Netze” von Siemens übernommen. Siemens wiederum gab die Handysparte an den taiwanesischen Hersteller BenQab, der sich kurze Zeit später seinerseits starken finanziellen Problemen gegenüber sah.

Die Modelle

Obwohl die Handys der damaligen Generation mit den neuesten Modellen in Punkto Design und Hightech nicht mehr mithalten können, werden sie noch immer von vielen Benutzern liebevoll gepflegt. Der anhaltende Erfolg erklärt sich vor allem durch die einfache Funktionsweise. Die Menüführung ist sinnvoll gegliedert, übersichtlich und leicht zu handhaben. Die Tasten sind auch von Männerhänden gut zu bedienen und die Sprachqualität ist hervorragend. Es sind beliebte Einsteigerhandys, die sich auch für ältere Menschen sehr gut eignen. Besonders also bei Nutzern, die ihr Mobiltelefon tatsächlich nur zum Telefonieren und Nachrichten schreiben gebrauchen, kommt die einfache Struktur an.

Statt mit Kamera, Email und WAP zu überfordern, leisten die beinahe historischen Bosch Modelle bestens ihren Dienst. So gut wie alle Geräte verfügen über eine Grundausstattung wie SMS, Wahlwiederholung, Taschenrechner und Telefonbuch. Dazu kommen noch verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zum Telefon selbst oder für den Netzbetreiber. Auch die Anrufkosten können überwacht werden. Zwei Modelle sollen hier etwas eingehender vorgestellt werden.

Bosch GSM 608

Im Vergleich mit heutigen Mini-Telefonen ist das GSM 608 recht groß und ist mit 169g nicht gerade ein Leichtgewicht. Dafür ist es in vier Farben erhältlich (schwarz, blau, rot und gelb).

Besonders gut ist die Qualität des Akkus, der 4 bis 5 Tage ohne Wiederaufladen locker aushält. Die Menüführung ist denkbar kurz und einfach zu überschauen. Mit nur drei Funktionstasten lassen sich alle Befehle ausführen. Benutzungsschritte wiederholen sich methodisch. Die Pfeiltasten zum Beispiel erlauben sowohl die Bewegung im Menü als auch das Blättern in Adressbucheinträgen. Das große Display erleichert die Bedienung noch zusätzlich.

Bosch Dual-Com 738 EFR

Auch das Dual-Com 738 EFR ist ein schweres Mobiltelefon, das Gewicht liegt etwa zwischen 171 und 249 g, abhängig vom verwendeten Akku. Die Maße sind entsprechend groß (142 mm x 53 mm), allerdings ist es nur angenehme 21 mm dick. Das Modell ist ausschließlich in edlem Schwarz erhältlich. Da es sich nicht um ein Hightech-Gerät handelt, ist es robuster als die meisten anderen Handys. Das Display zum Beispiel ist so beschaffen, dass sich kleine Kratzer leicht mit einer entsprechenden Paste ausgleichen lassen.

Die Antenne lässt sich um etwa 10 cm verlängern, was den Empfang erheblich verbessert. So hat man auch in Gegenden mit schwacher Netzabdeckung gute Chancen, eine annehmbare Verbindung aufbauen zu können. Besonders schön ist die Möglichkeit, Prioritäten für verschiedene Netzbetreiber festzulegen. So kann man im Ausland seinen günstigen Roaming Partner fest einstellen. Das integrierte zweite Telefonbuch erleichert das Sortieren und Trennen der Kontakte, zum Beispiel nach Kategorien wie Privat und Business.

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